
Ellona engagiert sich gemeinsam mit der CT4CA-Koalition für die Umsetzung der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie.
Am 15. Juli nahm Ellona in Brüssel am offiziellen Start der Initiative Clean Tech for Clean Air (CT4CA) sowie an einer Reihe von Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments teil. Dieser Austauschtag stellt einen wichtigen Meilenstein für die Anerkennung der Rolle dar, die hochwertige Umwelt-Sensorsysteme bei der Umsetzung der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie spielen können.
Ein neuer europäischer Impuls für eine bessere Luftqualität
Die Luftqualität gehört heute zu den wichtigsten umweltpolitischen Prioritäten der Europäischen Union.
Mit der Überarbeitung der Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa (Ambient Air Quality Directive – AAQD) hat sich die Europäische Union ehrgeizige Ziele gesetzt, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger besser zu schützen und die europäischen Grenzwerte schrittweise an die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anzugleichen. Die Mitgliedstaaten sind nun aufgefordert, diese neuen Vorgaben in ihre nationale Gesetzgebung zu übernehmen und die verschärften Zielvorgaben bis 2030 umzusetzen.
Diese Entwicklung beschränkt sich nicht auf die Absenkung der gesetzlichen Grenzwerte für verschiedene Luftschadstoffe. Sie erfordert auch ein Umdenken bei der Bewertung, Modellierung und Überwachung der Luftqualität in den Regionen.
Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen die öffentlichen Behörden Umweltdaten, die immer präziser, lokaler und aktueller sind.
Eine technische und politische Herausforderung
Der Erfolg dieser neuen Richtlinie wird maßgeblich von ihrer praktischen Umsetzung abhängen.
In den kommenden Monaten wird die Europäische Kommission mehrere Durchführungsrechtsakte (Implementing Acts) verabschieden, die die technischen Einzelheiten der Umsetzung der Richtlinie festlegen. Dazu gehören unter anderem Modellierungsmethoden, die räumliche Repräsentativität von Messungen, die Qualität der Daten, die Berichterstattungsverfahren sowie die Nutzung indikativer Messungen.
Diese Rechtsakte werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, welche Instrumente den Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen, um die neuen europäischen Zielvorgaben zu erreichen.
Sie bieten zugleich die Möglichkeit, technologische Innovationen hervorzuheben, die zu einem besseren Verständnis der Luftverschmutzung auf lokaler Ebene beitragen können.
Luftverschmutzung wird zunehmend zu einem lokalen Phänomen
Die amtlichen Luftmessstationen bilden seit jeher die Grundlage der Luftqualitätsüberwachung und bleiben unverzichtbar.
Gleichzeitig weist die Luftverschmutzung heute eine immer stärkere räumliche Variabilität auf.
Bereits über wenige hundert Meter hinweg können die Schadstoffkonzentrationen erheblich variieren – abhängig vom Straßenverkehr, industriellen Aktivitäten, Hafen- oder Flughafeninfrastrukturen, den meteorologischen Bedingungen oder der städtischen Bebauungsstruktur.
Diese Unterschiede zu verstehen, ist heute entscheidend, um:
- besonders belastete Gebiete zu identifizieren,
- empfindliche Bevölkerungsgruppen besser zu schützen,
- die räumliche Repräsentativität der Messnetze zu verbessern,
- Verschmutzungsquellen zu identifizieren,
- die Wirksamkeit von Luftreinhaltemaßnahmen zu bewerten.
Hochwertige Umwelt-Sensorsysteme ermöglichen es heute, die amtlichen Messnetze sinnvoll zu ergänzen, indem sie kontinuierliche, lokale und Echtzeitdaten liefern. Dadurch entsteht ein deutlich detaillierteres Bild der beobachteten Luftverschmutzungsphänomene.
CT4CA: Eine einzigartige europäische Koalition

Brüssel: Ein Tag des Dialogs mit den europäischen Institutionen
Am 15. Juli 2026 kamen die Vertreterinnen und Vertreter von CT4CA in Brüssel zu einem Tag des Austauschs mit mehreren wichtigen Ansprechpartnern der europäischen Institutionen zusammen.
Auf dem Programm standen unter anderem:
- ein Treffen mit den Teams der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission (DG ENV.C3 – Clean Air & Urban Policy);
- ein Austausch mit Pernille Weiss-Ehler, Mitglied des Kabinetts der EU-Kommissarin für Umwelt Jessika Roswall;
- ein Treffen im Europäischen Parlament mit dem Team der Europaabgeordneten Elżbieta Łukacijewska.
Ziel dieser Gespräche war es, die Koalition vorzustellen, die Praxiserfahrungen ihrer Mitglieder zu teilen und einen konstruktiven Dialog über die Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie zu führen.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere der wachsende Bedarf der öffentlichen Behörden an lokalen Umweltdaten, die Komplementarität zwischen den amtlichen Luftmessnetzen und hochwertigen Umwelt-Sensorsystemen sowie der Beitrag, den diese Technologien zu einem besseren Verständnis der Luftverschmutzung und zu einer fundierteren Entscheidungsfindung leisten können.

Drei Kernbotschaften der Koalition
In Brüssel präsentierten die Mitglieder von CT4CA eine gemeinsame Vision, die auf drei zentralen Prioritäten basiert.
Die Anerkennung hochwertiger Sensorsysteme stärken
Die Koalition ist überzeugt, dass hochwertige Umwelt-Sensorsysteme heute eine unverzichtbare Ergänzung zu den amtlichen Messnetzen darstellen. Sie verbessern die räumliche Abdeckung der Messungen, helfen bei der Identifizierung besonders belasteter Gebiete und liefern ein realitätsnäheres Bild der tatsächlichen Belastung der Bevölkerung.
Auf bestehenden technischen Standards aufbauen
CT4CA ruft die europäischen und nationalen Behörden dazu auf, die Nutzung bereits verfügbarer technischer Spezifikationen zu fördern, insbesondere der CEN/TS 17660, die einen anerkannten Rahmen für die Bewertung der Leistungsfähigkeit von Luftqualitätssensorsystemen bietet. Dieser Ansatz würde ihren breiteren Einsatz erleichtern und gleichzeitig ein hohes Niveau der Datenqualität gewährleisten.
Daten in den Dienst des Handelns stellen
Die Koalition setzt sich für einen Ansatz ein, der auf zuverlässigen, lokal verfügbaren und unmittelbar nutzbaren Umweltdaten basiert. Diese Daten sollen Kommunen und öffentlichen Behörden dabei helfen, Belastungsschwerpunkte zu identifizieren, Investitionen gezielt auszurichten, die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen zu bewerten und die Bevölkerung besser zu schützen.
Ellonas Beitrag: Daten in Umweltintelligenz verwandeln
Mit dem Beitritt zu CT4CA bekräftigt Ellona seinen Anspruch, aktiv zur europäischen Diskussion über die Weiterentwicklung der Umweltüberwachung beizutragen.
Als Spezialist für Environmental Intelligence entwickelt Ellona Lösungen für den Einsatz in komplexen Umgebungen wie Industrieanlagen, Häfen, Flughäfen, kritischen Infrastrukturen, Baustellen und städtischen Räumen.
Durch die Kombination proprietärer Multisensorsysteme, fortschrittlicher Algorithmen und der Plattform EllonaSoft ermöglichen die Lösungen von Ellona die Echtzeitüberwachung von Gasen, Gerüchen, Partikeln und Lärm. Darüber hinaus können Emissionen charakterisiert, ihre Quellen identifiziert und die gewonnenen Daten in unmittelbar entscheidungsrelevante Informationen umgewandelt werden.
Diese Expertise, die im Rahmen zahlreicher internationaler Projekte aufgebaut wurde, leistet heute einen konkreten Beitrag zur europäischen Diskussion über die Zukunft der Luftqualitätspolitik.
Europäische Dynamik mit Blick auf die Zukunft
Die Gründung von Clean Tech for Clean Air (CT4CA) markiert den Beginn eines strukturierten Dialogs zwischen den europäischen Akteuren im Bereich der Umwelttechnologien und den europäischen Institutionen.
Während die Mitgliedstaaten in eine entscheidende Phase der Umsetzung der neuen europäischen Luftqualitätsrichtlinie eintreten, verdeutlichen die in Brüssel geführten Gespräche den gemeinsamen Willen, die Zusammenarbeit zwischen Innovation, wissenschaftlicher Expertise und öffentlicher Politik weiter zu stärken.
Für Ellona spiegelt diese Beteiligung eine klare Überzeugung wider: Wirksame umweltpolitische Entscheidungen beruhen in erster Linie auf zuverlässigen, repräsentativen und unmittelbar nutzbaren Daten.
Mit dem Beitritt zu CT4CA bekräftigt Ellona sein Engagement, Environmental Intelligence in den Dienst von Kommunen, Industrieunternehmen und öffentlichen Entscheidungsträgern zu stellen. Ziel ist es, zu einer präziseren, reaktionsfähigeren und wirksameren Luftqualitätsüberwachung beizutragen – zum Nutzen der Regionen und ihrer Bürgerinnen und Bürger.
